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Mittwoch, 3. Februar 2016

DSiWare-Games im Test (Teil:3)

(Starship Patrol im Test)
(Cosmos X2 und AiRace Tunnel im Test)



Willkommen zurück! Die vergangenen Tage habe ich mir mal das Tower Defense-Spiel Fieldrunners, das Ballergame Dark Spirits und einen seltsamen Action-Rollenspiel-Puzzler-Hybrid namens Crystal Adventure angeschaut. Ob da was bei ist, dass sein Geld auch wert ist, könnt ihr im heutigen DSiWare-Test nachlesen.


Titel: Fieldrunners
Genre: Tower Defense
Hersteller: Subatomic Studios
eShop-Link
Preis: 5 Euro
Gespielt: ca.6 Stunden



Just another Tower Defense-Game? Yeah, absolut richtig. Und das Ganze hat noch nicht mal einen exklusiven Charakter, denn auf dem iOS, auf Android-Systemen, der PS3 und der Vita gibt es dieses Spiel ebenfalls. Dennoch: Fieldrunners macht vieles richtig mit der altbewährten Formel eines Tower Defense-Spiels. Allein beim Umfang hätte man nicht so knauserig sein dürfen.

Auf gerade mal fünf Karten müssen wir die Gegner daran hindern, an unsere aufgestellten Türme vorbeizumarschieren. Von diesen Abwehreinrichtungen, deren einzigste Existenzberechtigung es ist, kleine, pixelige Männchen in die digitale Hölle zu befördern, haben wir insgesamt sechs - im Easy-Modus sogar zwei weniger. Sie decken den Genre-üblichen Standard ab: vom schnellen, ratternden Maschinengewehr-Geschützturm - der allerdings nur wenig Schaden austeilt - über Splashdamage-Tower bis hin zu langsamen, aber wuchtigen, Blitzangriffen. Wir rüsten die Türme in mehreren Stufen auf und platzieren sie frei nach Schnauze aufs Feld, um die Gegner in einem möglichst dicht bebauten Labyrinth ordentlich Schmerzen erfahren zu lassen. Lassen wir zu viele Fieldrunners den Ausgang erreichen: Game Over. Die gegnerischen Figuren und Vehikel sind dabei richtig gut animiert, so dass es wirklich Spaß macht, einfach nur zuzusehen. Auch die musikalische Untermalung ist über jeden Zweifel erhaben. Die Steuerung via Touchscreen ebenfalls: tadellos. Überhaupt wirkt das Spiel zwar nicht besonders umfangreich, aber bis ins kleinste Detail hat man sich beim Design Gedanken gemacht. So sind die Schwierigkeitsgrade der heimliche Motivator des Spiels: alleine schon den normalen zu meistern, erfordert einiges an Geschick. Durch scheinbare Kleinigkeiten wie die speicherbaren Highscores oder den Spielstand, den man jederzeit anlegen darf, gibt es noch nicht mal in der B-Note ordentlich was zu bemängeln. Aber: mehr als fünf Karten hätten es eben doch sein dürfen!

FAZIT;

Am Ende stellt sich nur die Frage: ist mir ein 08/15-Tower Defense-Spiel (immerhin) fünf Euro wert? Wo doch so viele auf dem PC umsonst gespielt werden können; zum Beispiel auf seriösen Flash-Portalen wie Kongregate? Die Frage muss natürlich jeder für sich selbst beantworten. Ich hatte viele Stunden Spaß mit Fieldrunners. Alles wirkt wie aus einem Guss und macht regelrecht süchtig. Allein der Mangel an zusätzlichen Karten hat dazu geführt, dass ich nach einigen Abenden - und einer Gesamtspielzeit von etwa 6,7 Stunden - mit dem Titel soweit abgeschlossen habe. Aber es waren 6,7 richtig gute Stunden! Somit waren die fünf Euro für mich persönlich bestens investiert. Tower Defense-Fans können hier ruhig mal einen Blick riskieren.

Wertung: 8 / 10

Trailer:





Titel: Crystal Adventure
Genre: Action-Rollenspiel
Hersteller: Circle
eShop-Link
Preis: 2 Euro
Gespielt: ca.3 Stunden



Crystal Adventure ist verdammt schwierig in Genre-Schubladen einzuordnen. Ist das wirklich ein Action-Rollenspiel? Womöglich sogar ein Dungeon Crawler? Wenn wir aus der Vogelperspektive ein Verlies erkunden, dass uns völlig linear von A nach B eskortiert, ist das schon eine kaum zu definierende Art von Beschäftigungstherapie. Mit seinem Leveldesign wirkt Crystal Adventure eher wie ein seichtes Puzzle-Spielchen. Wir klauben Schlüssel auf, um Türen und Truhen zu öffnen. Stationäre Monster (die bewegen sich kein Stück, die faulen Viecher!) werden erschlagen, ohne dass wir darauf Einfluss nehmen könnten. Die Kämpfe finden nämlich vollautomatisch statt, sobald wir ihnen im Dungeon einen Besuch abstatten: Es rasselt bei Duellen nur die Lebensenergie von beiden Beteiligten langsam runter, während wir zum Nichtstun verdammt sind. Die einzige alternative Option: Fliehen! Und da wären wir auch schon wieder bei der Linearität. Denn wo der Spieler noch nicht hin soll, versperren zu starke Monster einfach mal den Weg. Da müssen wir dann selbst abschätzen, wann wir ungefähr stark genug sind, endlich an sie vorbeizukommen. Andere Punkte im Spiel sind ebenfalls noch nicht zugänglich, weil wir entsprechende Schlüssel erst zwei Ebenen tiefer finden. Das Spiel diktiert meine Bewegungen in diesem Dungeon also. Und spute ich nicht, komme vom Weg ab, dann sterbe ich eben.

Das Spiel weiß die zweieinhalb Stunden - die man benötigt, um alle 23 Ebenen erkundet zu haben - durchaus zu unterhalten. Zum einen. Zum anderen gibt es hier aber viel verschenktes Potenzial und viel zu wenig Freiheiten, die Verliese nach eigenem Gusto zu erforschen. Selbst wenn wir auf einen der wenigen Händler im Spiel treffen: eine große Auswahlmöglichkeit an unterschiedlichstem Equipment haben wir dort nicht. Nur jeweils das nächstbeste Schwert, Schild oder Rüstung. Und ein paar Heiltränke. Das Spiel bestraft uns umgehend, wenn wir voranschreiten sollten, ohne das neueste Schwert in Händen zu halten. 

FAZIT;

Die Grafik ist ja noch ganz okay. Zweckmäßig eben. Aber diese Musik: meine Fresse, wie furchtbar! Was für ein seelenloses, quitschiges Gedudel! Dazu kommt die Enttäuschung, hier einen Dungeon Crawler heruntergeladen zu haben, nur um dann wie an der Schnur gezogen durch die Verliese zu laufen. Ein klein wenig legt sich diese Enttäuschung, wenn man sich damit abgefunden hat, hier vielmehr eine Art Puzzle-Spiel mit RPG-Versatzstücken vor der Nase zu haben. Crystal Adventure konnte mich dann doch dazu bringen, innerhalb von zweieinhalb bis drei Stunden mal eben kurz 60 Stufen aufzusteigen und den finalen Obermotz eines auf die Mütze zu geben. Der Wiederspielwert liegt allerdings bei null: es gibt kein neumodisches "New Game Plus". Aber wahrscheinlich hätte ich es eh ignoriert.

Wertung: 4 / 10

Trailer:




Titel: Dark Spirits
Genre: Shoot em up
Hersteller: Suzak
eShop-Link
Preis: 2 Euro
Gespielt: ca.3 Stunden



Klassische Ballergames gehen immer! Im Lauf der Jahzehnte haben sie sich immer mehr rar gemacht und fristen ihr Dasein heute hauptsächlich im Indie-Bereich. Aber wer das 8- und 16-Bit Zeitalter aktiv miterlebt hat, der wird auch automatisch ein paar Lieblings-Shoot em ups aufzählen können. Sie waren Legion. Und somit verdammt schlecht zu ignorieren. Ganz totzukriegen ist dieses Genre aber euch heutzutage einfach nicht.

Auch im Anime-angehauchten Dark Spirits scrollen wir horizontal einer Flut von Gegner entgegen. Die fünf Stages wiederholen sich nach einem durchspielen zwar wieder - das ist locker an einem Abend zu bewältigen - aber dadurch, dass die Endbosse neue Angriffsmuster auf den Kasten haben, hält sich der Frust über die kurze Spielzeit doch in Grenzen. Nach und nach, durch jedes erneute durchspielen, entwickelt es sich immer mehr zu einem Quasi-Bullet Hell-Shooter: das gegnerische Feuer fliegt uns nur so um die Ohren. Vier Geister begleiten unseren Protagonisten. Diese verstorbenen Seelen kleben allzeit an unserer Seite und können mit Upgrades hochgezüchtet werden. Zudem können wir sie indirekt steuern, indem sie entweder weit gefächert, zentriert oder nach hinten schießen. Dabei steht es uns frei, welche der verstorbenen Seelen wir mit welcher Waffe ausrüsten. Die schnellen Schüsse, zermürbende Stich-Attacken auf kurze Distanz, oder auch die langsameren  "Eis-Attacken" bieten durch das individuelle variieren durchaus eine taktische Komponente im Spiel. Auch die Endbosse verlangen einiges an Taktik ab. Und entschädigen immerhin für die total unspektakulären Gegner vorher - und die sich ständig wiederholene Skyline im Hintergrund.

FAZIT;

Ja, Dark Spirits ist schon ein nettes Ballergame für zwischendurch. Mehr allerdings auch nicht. Dafür fehlt es hier doch an epischen Momenten und an Abwechslung. Die Bosskämpfe sind immer noch das Highlight im Spiel - aber selbst die werden irgendwann repetitiv. Für zwei Euro macht man beim Kauf allerdings nicht viel falsch, denn für eine halbe Stunde herumballern eignet sich Dark Spirits prima. Besser als das hier schon vorgestellte Cosmos X2 ist es alle male.

Wertung: 6 / 10

Montag, 11. Januar 2016

DSiWare-Games im Test (Teil:2)



Weiter geht's. Diesmal schauen wir uns das Ballergame Cosmos X2 und den Geschicklichkeits-Test AiRace Tunnel an. Bei beiden gilt wohl die Devise, dass auch durchschnittliche Games immer bis zu einem gewissen Grad Spaß machen können. Sie können einen nie so lange bei der Stange halten wie die Hochkaräter, und haben klar erkennbare Defizite. Trotzdem: ein Durchschnitts-Spiel ist nicht gleich schlecht und muss einen nicht zwangsläufig zu Tode langweilen. Dennoch wär's nett, bei meinen nächsten Downloads im eShop mal wieder ein richtig gutes Game abzugreifen.


Titel: Cosmos X2
Genre: Shoot em up
Hersteller: Saturnine Games
eShop-Link
Preis: 2 Euro
Gespielt: ca.2 Stunden



Die Zeiten, als man noch den Feuerknopf des Competiton Pro-Joysticks - ohne Unterlass, wie ein menschlicher Presslufthammer - beackern musste, sind zum Glück vorbei. Jedes auch nur halbwegs moderne Ballergame bietet einen bequemen "Autofeuer". Da darf dann der linke Daumen gerne mal auf einen Button parken, um den anrauschenden Gegner saures zu geben; während die anderen Knöpfe dazu benutzt werden, um etwaige Extras zu aktivieren. So altmodisch Cosmos X2 auch insgesamt wirkt, hier macht es keine Ausnahme.

R-Type kann einpacken! Oder?
In diesem klassischen Shoot em up schießen wir uns horizontal durch insgesamt sechs Stages, um -Huch, wie aufregend!- irgendeine Alien-Invasion zu stoppen. Der moderate Schwierigkeitsgrad sorgt dafür, dass man nicht gleich der Gattung Gradius/Nemesis-Veteran angehören muss, um nach gut einer Stunde dem allerletzen Oberboss ein Gute-Nacht-Liedchen zu singen. Zudem ist das Spielgeschehen insgesamt ganz schön behäbig. Weder das eigene Raumschiff, noch die gegnerischen Schüsse, haben es hier wirklich eilig, ihr Zeil zu erreichen. Um die nicht gerade flinken Gegner nicht entkommen zu lassen, darf man sich anfangs eine Waffenkonfiguration zusammenbasteln. Zur Wahl stehen allerdings nur drei magere Schüsse. Zwei davon nehmen wir mit ins darauffolgende Gefecht und können ingame jederzeit zwischen ihnen wechseln. Dabei verwandelt sich die Cosmos gleich in ein komplett neues Schiff inklusive eigener Energieleiste, die bei Beschuss stätig abnimmt, sich aber wieder langsam regeneriert, wenn das  andere Schiff gerade nicht im Einsatz ist. Das führt dazu, dass wir zwischendurch immer wieder mal dieses duale Waffensystem des eigenen Raumschiffs nutzen, selbst dann, wenn die Waffe gerade nicht passend erscheint, um mit den Gegnern fertigzuwerden.

Blöd: Fünf der sechs Endbosse machen am Ende eines Levels nichts weiter, als am rechten Bildschirmrand ein wenig nach oben und unten zu navigieren, während sie uns beharken. Ihr Angriffsmuster dürfte selbst der Begriffstutzigste innerhalb von zehn Sekunden verstanden haben. Da sie aber trotzdem (laut den Shoot em up-Verordnungen von anno damals!) mehr wegstecken können, als das Gros der Vorhut, empfiehlt es sich hier die drei Smartbombs einzusetzen, die uns in Notfällen zur Verfügung stehen. Diese smarte Bombe schießt anfangs wie der lahmste Torpedo der Welt schneckenartig nach vorne - und entwickelt sich erst alle paar Stages ganz automatisch zu etwas brauchbarem; wird schneller und auch zielsuchend. Auch die beiden konventionellen Waffen upgraden ein paar mal, sobald wir eine kleine Horde von Gegnern niedergestreckt haben. Allerdings passiert dabei optisch kaum etwas. Die Waffen haben lediglich etwas mehr Durchschlagskraft. Ein dickes Textfenster ploppt zum Zeitpunkt des Upgrades auf  und friert das rumgeballere jäh ein. Solche fragwürdigen Designentscheidungen ziehen sich durch das komplette Spiel: Gegnerwellen, Endbosse, Smartbombs und ein Mangel an zusätzlichen Waffen schreien hier geradezu danach, die Evolution der SHMUPS der 80er Jahre verpasst zu haben. Gradius, R-Type und Konsorten haben schließlich gezeigt, wie man es spannend gestaltet.

Aber wenigstens haben die Entwickler an das Endgame gedacht, dem Spiel nach dem Spiel. Dort können wir uns in einem freigeschalteten Bossrush-Modus austoben und alle eher langweiligen Endgegner noch einmal zerbröseln. Oder im Chase-Modus zweieinhalb Minuten (!) lang einem Spionage-Raumschiff im dichten Asteroidenfeld die Leviten lesen. Alternativ wartet nach dem durchspielen auch noch der - erstaunlich heftige - Survival-Modus auf uns, oder wir versuchen uns gleich nochmals in der rund einstündigen Kampagne. Diesmal auf Hart.

FAZIT;

Cosmos X2 ist nur was für Shoot em up-Liebhaber, die eh schon alle anderen Genre-Titel in und auswendig kennen. Diejenigen können hier durchaus eins, zwei nette Stündchen mit verbringen - auch wenn die gewählten Zutaten hier eher zu einem Brei verkommen, den man nur des Hungers wegen verschlingt. Dafür ist hier alles viel zu durchschnittlich, um richtig gut zu schmecken. Technich ist es okay und scrollt mit konstanten Frames durch den Weltraum. Musikalisch? Grundsolides MIDI-Gedudel. Gleiches gilt für die Grafik, mit ihren ordentlichen (aber dennoch unspektakulären) Hintergrundszenarios. Summa summarum ein Spiel, das getrost ignoriert werden darf, wenn ihr hier einen ebenbürtigen Rivalen auf Augenhöhe von Project-X, Katakis oder auch Darius erwartet. Für den kleinen Shooter-Hunger zwischendurch kann man das aber eventuell mal kaufen gehen.

Wertung: 4 / 10

Trailer:




Titel: AiRace Tunnel
Genre: Geschicklichkeit / Rennspiel
Hersteller: Quibic Games
eShop-Link
Preis: 2 Euro
Gespielt: ca.5 Stunden



Manchmal verstehe ich mich selbst nicht. AiRace Tunnel zum Beispiel wollte ich mir anfangs gar nicht zulegen, weil die Beschreibung doch arg langweilig klang. Mit einem Flugdingsbums durch einen (endlosen?) Tunnel fliegen und dabei Hindernissen ausweichen? Das ist alles? Klingt so spannend, wie Farbe beim trocknen zusehen. Seltsamerweise habe ich mir dann doch einen Ruck gegeben und den Kaufen-Button im eShop betätigt. Nur, um dann nach zwei Minuten im Spiel festzustellen: "Öde, genau wie ich geahnt hatte!". Und das Ende vom Lied? Schon 5,6 Stunden Spielzeit mit diesem Simpel-Game verbracht!

Das Spiel hier macht es einem aber auch nicht leicht, es zu mögen. Trotz insgesamt fünf Levels - plus einem Endlosmodus - bietet sich hier viel zu wenig Abwechslung. In regelmäßigen Abständen trifft unser Highspeed-Jet auf ein Hindernis in Form eines Tores, dass sich öffnet und schließt, dreht oder wendet, und in den meisten Fällen immer nur relativ kleine Öffnungen preisgibt, durch die wir fliegen müssen. Von Tunnel zu Tunnel werden diese Hindernisse schwieriger. Mal müssen wir uns an Laserbarrieren vorbeiquetschen. Und meistens müssen wir im Voraus planen - noch während der Jet kontinuierlich an Geschwindigkeit aufnimmt - weil die auftauchenden Tore (und somit die passierbaren Durchgänge) ständig am rotieren sind. Dazu kommen dann noch leichte Wendungen des Tunnels an sich - und eine Steuerung des Fluggeräts, dass man bestenfalls als gewöhnungsbedürftig beschreiben kann. Die Steuerung via Touchscreen haben die Entwickler dabei völlig verhunzt, sodass lieber gleich das übliche digitale Steuerkreuz favorisiert werden sollte. Just diese träge Steuerung des Jets macht aber auch einen großen Reiz des Spiels aus. Man will dieses verdammte Monster einfach beherrschen! Und das geht nur durch üben, üben, üben. In den Levels drei und vier bekommen wir zudem einen Jäger, der sich nochmals eine Spur behäbiger steuern lässt. Während im Endlosmodus ein ziemlich sensibles (Kampfstern Galactica?-)Geschoss auf uns wartet, dass sich nochmals komplett anders steuern lässt. Was alle gemein haben: wir können sie um 90 Grad neigen - was manchmal auch bitter nötig ist, um soeben noch eine Öffnung zu passieren.

FAZIT;

So ein richtiger Geschwindigkeitsrausch kommt hier nicht auf. Dafür ist die Grafik etwas zu grobkörnig und der Bildschirm des DS generell etwas zu klein. Und die Tunnel müssten ohnehin mit viel mehr Geschwindigkeit durchflogen werden können. Technisch kommt AiRace Tunnel aber trotzdem gut rüber. Alles läuft konstant flüssig - ohne Framerate-Einbrüche kann man selbst die waghalsigsten Flugmanöver absolvieren. Auch die treibende Musik gefällt mir ganz gut. Erstaunlich, wie oft ich Abends mal dagesessen habe, um einfach nur im "Gehirn ausgeschaltet"-Modus eine halbe Stunde lang durch die Tunnels zu düsen. Da es bereits zwei Nachfolger auf dem 3DS gibt, bin ich mal gespannt, ob man dort ein wenig mehr Abwechslung ins Spiel gebracht hat. Potenzial besitzt die AiRace-Reihe auf jeden Fall. Ein Spiel für die knappen zehn Minuten zwischendurch mal, um die Zeit zu vertreiben. Nicht mehr aber auch nicht weniger.

Wertung: 6 / 10

Trailer:

Freitag, 8. Januar 2016

DSiWare-Games im Test (Teil:1)



Der Nintendo DS ist "still hot" - und wird es wahrscheinlich auch immer bleiben. Denn die Palette an großartigen Spielen ist im Laufe seines kommerziellen Lebenszyklus zu einem Potpurri aus den unterschiedlichsten Genres herangewachsen. Völlig wurscht, ob man nun den schnellen Arcade-Kick für zwischendurch, ein forderndes Rundentaktik-Geplänkel oder gar eines dieser freakigen japanischen Rollenspiele sucht: auf dem Dualscreen-Handheld wird man garantiert fündig!

Bei diesem Eldorado an Software kann es euch vielleicht ähnlich ergehen wie mir. Wozu all diese "Mini-Spielchen" aus dem Nintendo-Store kaufen (bei einer Preisklasse von humanen 2 bis 8 Euro), wenn es da noch so viele Spiele im Nachhinein zu entdecken gibt? Wozu zusätzliche Indie-Spiele runterladen, wenn da noch ungespielte Sachen von "großen Firmen" wie Atlas, Ubisoft oder Nintendo selbst auf einen warten? Selbst, nachdem der DS bereits abgedankt hat und durch seinen großen Bruder 3DS abgelöst wurde, ist man noch auf Jahre hin beschäftigt, wenn man sich allein mit den (im stationären Handel veröffentlichten) Games ernsthaft auseinandersetzen will. Wenn ihr ähnliche Gedanken habt: willkommen im Club! Ich bin ebenfalls noch auf Jahre bedient, obwohl ich meinen Nintendo DS schon seit Veröffentlichungstag 1 besitze. Erst vor kurzem bin ich auf den Trichter gekommen, mir doch endlich mal einige Spiele - die es zum Teil nur exklusiv im eShop von Big N gibt - näher anzuschauen. Da der Großteil davon auch auf dem 3DS heruntergeladen und gespielt werden kann, macht es Sinn, hier mal einen Rundumblick im Blog festzuhalten. Ohne Gewähr auf Vollständigkeit, versteht sich. Mir stellen sich die Fragen: Was taugen die Spiele? Welche davon haben einen klaren Bezug zum Retrogaming? Sind denn selbst diese 2 Euro-Download-Titel überhaupt den Aufwand respektive das bisschen Geld wert? Immerhin: vertikale/horizontale (klassisch angehauchte) Shoot Em Ups oder auch Castlevania-Klone finden sich ebenfalls im eShop! Da wäre es schade, wenn man die eine oder andere Perle freiwillig verpasst, nur weil sie kaum mehr kostet als zwei Tafeln Schokolade. Auch billig will ich! Warum auch nicht?

In den nächsten Wochen und Monaten möchte ich euch mit dieser Artikel-Reihe einige dieser DSiWare Games vorstellen. Und zwar chronlologisch, genau in der Reihenfolge, wie ich meine Downloads seit den Weihnachtstagen so tätige. Da ich natürlich Zeit brauche, um die Spiele über einen womöglich längeren Zeitraum zu daddeln, gibt es die Fortsetzung dieses Artikels nur in losen Abständen. Manchmal trifft man eben auf Spiele, die an einem Abend durchgespielt sind - oder der Kategorie "Was für zwischendurch mal" angehören und an Simplizität kaum zu unterbieten sind. Was ja nicht unbedingt schlecht sein muss; schneller Zugang zum Spiel, schnelles abschließen, gegebenenfalls eine Art Endlosmodus? Auch das passt mir in den Kram, genau wie diejenigen Titel, an denen man sich Tage- und Wochenlang festbeißen kann. Also: schaut doch mal wieder hier im Blog rein, wenn ihr Interesse habt und auf dem Laufenden bleiben wollt.


Titel: Starship Patrol
Genre: Tower Defense
Hersteller: Q-Games / Nintendo
eShop-Link
Preis: 5 Euro
Gespielt: ca.10 Stunden



Ich liebe Tower Defense-Spiele! Die haben so was richtig meditatives. Kein Wunder also, dass meine erste Haltestelle beim digitalen shoppen eines dieser quasi-Echtzeitstrategie-Spiele ist, das zudem von der Community im dortigen 5-Sterne Bewertungssystem verdammt gut abgeschnitten hat.

Auf ingesamt 30 Karten gilt es, im weiten Weltraum sich einer Alien-Invasion zur Wehr zu setzen. Dazu montieren wir via Touchscreen Gatling-, Raketen- oder Lasergeschütze an die sichtbaren Bereiche unserer Trägerschiffe ... und lassen das Gesocks kommen - Welle für Welle!

Es regnet Energie - und ein Kraft Power-Up
Im späteren Spielverlauf kommen mächtige schwarze Löcher, ein Fangstrahl oder auch ein Hangar hinzu, der lustigerweise in seinem Wirkungsbereich klitzekleine Jäger losschickt, um die Alien-Brut zu dezimieren. Das alles zu installieren kostet amtlich Energie, die die pulverisierten Feinde hinterlassen und von uns mit dem Touchpen aufgeklaubt wird. Stärkere Verteidigungseinrichtungen kosten Kristalle, die nach jeder überstanden Welle unserem Konto gutgeschrieben werden. Besiegen wir durch geschicktes taktieren am Ende sogar den Obermotz, dann winkt zusätzlich eine wertvolle S.O.S.-Karte, die wir in zukünftigen Missionen jederzeit ausspielen dürfen. Damit gibt es unter anderem Energischub, Waffenverbesserungen oder gar einen Söldner in einem Millennium-Falken, der zur Hilfe eilt (Sind Sie das, Mr.Solo?). Hin und wieder lässt aber auch eines der feindlichen Schiffe ein Power-Up fallen, dass wir dann an unsere Abwehrtürme draufpacken.

Vom Tellerwäscher zum Han Solo
Der Wiederspielwert bereits absolvierter Levels ist durchaus vorhanden. Nur so lässt sich ein Trio von wichtigen S.O.S.-Karten ansammeln. Ab der 15. Mission wird Starship Patrol nämlich recht knifflig, so dass ein zusätzliches Ass im Ärmel über den Ausgang einer Schlacht entscheiden kann. Aber auch die Rangaufstiege können zum erneuten durchspielen motivieren. Denn nur, wenn wir eine Stage auf "Perfekt" meistern - also kein gegnerisches Raumschiff entkommen lassen - winkt die Beförderung und zusätzliche Stages, die erst dadurch freigeschaltet werden. Für Abwechslung sorgen Asteroidenfelder oder eine Sonneneruption, die unsere Abwehr entweder kurzzeitig lahmlegt oder gleich völlig zerstört. Diese zusätzliche Herausforderungen gibt es aber, zum Glück, nur in ganz wenigen Levels.

FAZIT;

Was für ein Spaß! Mein erster Downloadtitel im DSi-Store ist gleich ein kleiner Volltreffer! Die Grafik wirkt arg spartanisch, hat aber ihren ganz eigenen putzigen (Zeichenblock-)Stil. Dazu kommt ein wirklich stimmungsvoller, orchestraler Soundtrack. Zudem bietet Starship Patrol mit seinen 30 Levels ordentlich viel Inhalt für sein Geld. Da ist man durchaus so einige Stunden im zweistelligen Bereich beschäftigt, wenn man die Galaxie befreien will! Erst recht Perfektionisten kommen hier auf ihre Kosten und werden immer wieder an der optimalen Verteidigung herumtüfteln. Klar, Tower Defense-Spiele gibt's wie Sand am Meer. Und nicht zuletzt völlig kostenlos auf diversen Flash-Portalen. Aber Starship Patrol findet seine ganz eigene Nische; nämlich auf einem Handheld, wo es im oberen Screen jederzeit die Gegner anzeigen kann - und mit einer gelungener Touchscreen-Steuerung, an der es überhaupt nichts auszusetzen gibt. Fans des Genres können hier bedenkenlos zugreifen. Abzüge gibt es höchstens in der B-Note, denn der Schwierigkeitsgrad ist doch arg hoch ab der Mitte des Spiels - und ein klein wenig mehr Abwechslungsreichtum in Sachen Waffen, Upgrades und Gegner hätte dem Spiel auch nicht geschadet.

Wertung: 9 / 10